Die Etappen im Einzelnen

étape 2 - Bruxelles Spa 201 km
Montag 5 Juli

Hilly - Sportkommentar

Eine Reverenz an die Ardennen-Klassiker

Auf dieser welligen Etappe sollte das Rennen so richtig losgehen. Es ist eine Reverenz an die Ardennen-Klassiker, denn es stehen Straßen von Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich auf dem Programm. Es gibt keine allzu harten Anstiege, aber sie werden ausreichen, um einige der Star-Sprinter wie Mark Cavendish zurückzuwerfen. Ich glaube aber, Oscar Freire kommt damit zurecht. Ich denke, zum Schluss wird ein Feld von 50 Fahrern ankommen. Auf einer welligen Etappe wie dieser kann alles Mögliche passieren. 1995 attackierte Miguel Indurain an einem ähnlichen Tag auf den Anstiegen von Lüttich-Bastogne-Lüttich und setzte sich mit Johan Bruyneel ab.

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Bruxelles

Square Marie-Louise im Europaviertel© M. Vanhulst

Seit Juni 2009 besitzt Brüssel sein René-Magritte-Museum, gelegen im Herzen des Kulturviertels Mont des Arts. « Der Surrealismus ist eine Geisteshaltung. Entweder er steckt in einem, oder aber man wird ihn niemals verinnerlichen », sagte Georgette, die Frau des großen surrealistischen Malers. Gerade dieser Sinn für Widersprüche und paradoxe Sachverhalte passt zum typischen Brüsseler Stadtbild: In welcher anderen Stadt dieser Welt feiert man als Symbol ein splitterfasernacktes Kerlchen, das an einer Straßenecke uriniert, das berühmte Manneken-Pis? Es bedarf also durchaus einer Prise Verrücktheit, um Brüssel und seine unerwartete und wunderliche Seite richtig schätzen zu lernen. Abgesehen von seinem spätgotischen Grand-Place wimmelt es im Altstadtkern nur so von malerischen Durchgängen und Gallerien mit ganz besonderer Ausstrahlung, Edelboutiquen und einladenden Terrassen. Hier ein Zwischenstopp für die obligatorischen Fritten, da eine Schwäche für Schokolade, Spekulatius oder heiße Waffeln, anschließend ein unverhoffter Modekauf, ein Ausflug in die Welt der Antiquitäten oder Comics… diese kosmopolitische Schlemmerstadt folgt “ihrer eigenen Mode” und kultiviert ihren ganz eigenen Stil: mal aufsässig und schelmisch, mal zurückhaltend und besonnen, aber stets sehr sympathisch.

 

Spa

Das Kasino© B. Lorquet

Die touristische Ausrichtung des Städtchens Spa rührt nicht nur von seinem großen Kultur-, Sport- und Freizeitangebot, sondern ist auch auf die einmalige Umgebung, die umliegenden Wälder, die im Wind wogenden Farngräser, die äußerst reine Luft und, natürlich, auf die vielen eisenhaltigen Mineralwasser-Quellen zurückzuführen. Die seit der Römerzeit bekannten Quellen verhalfen der Stadt im 16. Jahrhundert zum Aufschwung. Den Thermalbädern aus früheren Tagen verdankt Spa auch zu einem großen Teil seine beeindruckende Architektur: Ob Kasino (aus dem Jahr 1763 und das älteste der Welt), Gärten, Brunnen Pouhon Pierre-le-Grand, Galerie Léopold II, Parc de Sept Heures oder viele Museen in typischen Vierteln. Auch Sport- und Naturliebhaber kommen nicht zu kurz. Spa bietet Wanderern, Mountainbike-Fahrern oder Reitern viele Ausflugsmöglichkeiten, wartet mit einem wunderbar in die Natur eingebetteten Golfplatz auf, hat einen Flugplatz und viele andere Trümpfe wie das neue Thermalzentrum und die Seilbahn zum Stadtzentrum. Spa? Stimmt optimistisch für die Zukunft!